Der zweite Versuch klappt immer

Das Zitat „man sieht sich immer zwei Mal im Leben“ wird häufig im negativen Sinne als Warnung oder gar Drohung verwendet. Weil mir aber die Kreuzungen mit Menschen so wertvoll sind, meine ich es positiv: In einem großen Unternehmen wie der Gebäudereinigung Wasserle aus München, werden viele Arbeitsverträge geschlossen und auch wieder beendet. Aus den verschiedensten Gründen. Egal wie, uns ist immer sehr daran gelegen, freundschaftlich mit unseren Kolleginnen und Kollegen auseinander zu gehen. Wir bieten auch immer an, dass jedem der bei uns gearbeitet hat, auch zu einem späteren Zeitpunkt die Türen offen bleiben.

 

Die Türen bleiben offen

Hawkar Haval, ein Kollege aus der Abteilung Sonderreinigung hat dieses Angebot angenommen. Er hatte die Wasserle GmbH bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen, um sich in einer anderen Branche selbstständig zu machen. Nach wenigen Monaten, in denen wir den Kontakt gehalten haben, bewarb er sich aufs Neue bei uns in München. Interessanterweise gerade zu einem Zeitpunkt, an dem wir eine vakante Stelle zu besetzen war. Das zeigt uns wieder: ein gutes Verhältnis, auch nach Kündigung des Arbeitsvertrages und in Kontakt bleiben, zahlt sich aus. Für beide Seiten übrigens: Schließlich kennt ein solcher Mitarbeiter Objekte und Unternehmensstrukturen bereits. Hawkar ist nun seit einigen Monaten wieder voll im Einsatz fühlt sich pudelwohl bei uns.

 

Entscheidend ist, wie man auseinander geht

Bei meinem unfreiwilligen Aufenthalt Anfang des Monats in einer Klinik in Planegg, durfte ich eine weitere, sehr schöne Erfahrung zu diesem Thema machen. Ich begleitete meine schlafende Frau bis in den Vorraum des OP-Bereiches und wartete den Eingriff ab, um im Aufwachraum bei ihr zu sein. Offensichtlich ist das keine gängige Praxis, denn das Klinikpersonal reagierte so, als wäre ihnen das nicht Recht. Ja sogar genervt wurde sogar auf meine Fragen geantwortet. Als ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte, jemanden freundlichen zu finden, kam glücklicherweise in diesem Moment Tatiana Palierakis, eine ehemalige Kollegin, herein. Sie hat mehrere Jahre bei uns als Reinigungskraft gearbeitet und schied 2013 aus, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Tatiana hat mich gleich erkannt und sich um mich gekümmert. Hat sogar im OP gefragt, wie lange der Eingriff dauert und ob alles in Ordnung ist. Sie können sich vielleicht vorstellen, wie glücklich ich in diesem Moment war.

Auch mit Frau Palierakis endete das Arbeitsverhältnis freundschaftlich und offen. Tatiana ist mit ihrem neuen Arbeitsplatz im OP-Bereich der Klinik sehr zufrieden, aber sie hat gleich gefragt, ob sie meine Visitenkarte an Freunde und Verwandte weitergeben darf, weil diese auf der Suche nach einem Arbeitsplatz sind. Sie sehen: beim zweiten Versuch klappt’s immer!