Leidenschaft die sich auszahlt

Seit vielen Jahren arbeitet die Wasserle GmbH mit der Temp-Methode. Geschaffen von Prof. Dr. Jörg Knoblauch, basiert diese Art der Unternehmensführung unter anderem auf einem Test, in dem Führungskräfte das eigene Unternehmen bewerten. Anschließend werden aus dem Testergebnis Maßnahmen der Weiterentwicklung und Verbesserung abgeleitet. Eine dieser Fragen, die ich von Anfang an immer mit Note 6/Schulnotensystem also mit „überhaupt nicht vorhanden“ beantworten musste, war die Frage nach Beteiligungssystemen für Mitarbeiter.

Die Basis muss passen
Auch aus meiner Sicht fehlt dieser Baustein in unserem Konzept. Das Thema geisterte mir also immer im Hinterkopf herum. Die gesamte Unternehmensführung in der Wasserle GmbH ist darauf ausgerichtet, die Mitarbeiter zu Mitunternehmen zu machen. Zunächst sind hierzu Kenntnisse aus der Betriebswirtschaftslehre erforderlich, die wir in unseren monatlichen Finanztrainings vermitteln. Zum anderen ist meinem Erachten nach eine tatsächliche – auch finanzielle – Beteiligung am Unternehmen notwendig, um diesen Schritt zu vollziehen. Deshalb habe ich mich die letzten Monate intensiv mit Mitarbeiterbeteiligungsmodellen auseinandergesetzt. Letzte Woche war das Projekt nun soweit aufbereitet, dass wir es an der Neujahrsfeier unseren Kolleginnen und Kollegen vorstellen konnten.

 

Arbeitnehmer und mehr
Erfreulicher Weise war die Neujahrsfeier sehr gut besucht und gemeinsam mit Dieter Lachenmaier von „mit Erfolg“, einer Unternehmensberatung spezialisiert auf Mitarbeiterbeteiligungsmodelle, konnte ich das Konzept den etwa 110 erschienenen unserer Mitarbeiter vorstellen. In einer kurzen Power-Point-Präsentation erklärten wir also, dass die Wasserle GmbH ihren Mitarbeitern aufgrund der positiven Entwicklung eine Beteiligung am Kapital der Firma anbietet. Damit wollen wir erreichen, dass die Belegschaft es auch auf dem eigenen Konto spürt, wenn die Geschäfte – auch und vor allem durch ihren Einsatz – gut laufen. Zum andern wünschen wir uns, dass jeder Mitarbeiter als ein Teil von Wasserle fühlt. Und zwar über das hinaus, was Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Arbeitsvertrag geregelt haben.
Gemeinsam sind wir stark
Zusammengefasst sieht das Modell „stille Gesellschafter“ vor. Der Mitarbeiter stellt dem Unternehmen einen bestimmten Betrag zur Verfügung und erhält dafür eine Verzinsung, die vom Erfolg des Unternehmens abhängt. Die Zinsen werden jährlich ausbezahlt und nach fünf Jahren (oder bei Ausscheiden aus der Firma) erhalten die Mitarbeiter ihre Einlage zurück. Die Anleger erhalten zusätzlich vom Unternehmen einen Zuschuss zu ihrer Beteiligung, von dem keine Lohnsteuer und keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden müssen. Der gewährte Zuschuss der Wasserle GmbH ist genauso hoch wie die Einlage des Mitarbeiters, höchstens jedoch 360 Euro pro Jahr.

 

Partnerschaftlich zusammenarbeiten
Der Wunsch und das Ziel des Wasserle-Führungsteams ist es, dieses Jahr etwa 30 stille Beteiligungen auszugeben. Die Zeichnungsfrist für unsere Mitarbeiter ist der 31.3.16 – bis dahin werden wir noch möglichst viele Informationen zu diesem Thema streuen und Interessierte beraten. Ich hoffe, und die bisher geführten Gespräche bestätigen das, mit diesem Angebot meine Wertschätzung gegenüber allen Kolleginnen und Kollegen noch mehr zum Ausdruck zu bringen und sie als stille Gesellschafter des Unternehmens begrüßen zu können.