Über die Raffinesse von Glas

Wir von der Gebäudereinigung Wasserle aus München haben uns bekanntlich ausschließlich auf die 4 Kernkompetenzen spezialisiert: Tiefgaragen-, Büro-, Treppenhaus- und Glas/Fassadenreinigungen. Andere Auftragsangebote lehnen wir bewusst ab. In erster Linie, weil wir nur Dienstleistungen erbringen möchten, die wir fachlich zu 100% beherrschen. Ein weiterer Grund dafür ist, dass wir nach EKS (Engpasskonzentrierte Strategie) arbeiten. Hierbei geht es darum, möglichst genau den Bedarf seines Kunden zu bedienen. Und zu guter Letztweil wir aus der Erfahrung wissen, dass zum Beispiel Baureinigungen häufig zu Komplikationen oder Reklamationen führen, was wir anhand diesem Beispiel verdeutlichen:

Ein befreundeter Unternehmer, Michael Thaler aus Rosenheim hat auf seiner Website folgenden Sachverhalt veröffentlicht und uns darauf aufmerksam gemacht: Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) besteht aus einer einzigen, speziell wärmebehandelten Scheibe. Es wird seit vielen Jahrzehnten im Automobilbau für Seitenscheiben eingesetzt und verhindert wirksam Schnitt- und Stoßverletzungen. Den gleichen Dienst leistet es auch im Haus. Das Glas wird während der Verarbeitung auf Temperaturen oberhalb seiner Transformationstemperatur erhitzt und danach schlagartig wieder abgekühlt. Dabei kühlen sich die oberflächennahen Zonen des Glases schneller ab als der innere Kern. Durch die Wärmebehandlung besitzt das Glas eine erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit im Vergleich zu normalem Flachglas. Wenn es bei sehr hoher Belastung zerbricht, zerfällt es in kleine Scherben. Dadurch reduziert sich die Verletzungsgefahr im Vergleich zu normalem Flachglas erheblich. Immer wieder geistert durch die Branche, dass ESG „weicher“ sei als „normales“ Glas und schneller verkratzen würde Was ist dran an dem Gerücht?

Die Reinigung von Glas kann auf den ersten Blick sehr einfach und simpel erscheinen, aber dieser Schein trügt. Glas hat eine sehr empfindliche Oberfläche, auch wenn es gegen die meisten chemischen Stoffe resistent ist. Eine falsche Reinigung und falsche Reinigungsmittel können eine Beschädigung der Oberfläche zur Folge haben. Bei Reinigungsunternehmen hat insbesondere ESG d en Ruf, dabei besonders empfindlich zu sein. Da Glas sich anders verhält als andere Werkstoffe, ist häufig zu beobachten, dass Beschädigungen erst nach Stunden oder nach Tagen auftreten. Die TU Darmstadt hat sich mit diesem Thema befasst und eine Erklärung gefunden. ESG ist demnach nicht „weicher“ als Floatglas und Kratzer treten auf ESG nicht häufiger auf. Allerdings werden die bei ESG entstehenden Kratzer durch die Vorspannung deutlicher sichtbar. Bei der Beschädigung wird ein Tiefenriss verursacht, der einige Mikrometer in das Glas eintritt. Von einem solchen Tiefenriss gehen sogenannte „Lateralrisse“ aus, die in etwa im 90° Winkel zum Tiefenriss entstehen und die sich dann bis zur Glasoberfläche ausbreiten. Bei thermisch vorgespanntem Glas geschieht dies schneller als bei Floatglas. Wenn die Lateralrisse die Oberfläche  erreicht haben kommt es zum Abplatzen von kleinen Glassplittern und dadurch zu einem gut sichtbaren Kratzer. Dieser Vorgang kann bei ESG zwischen 6 und 12 Stunden dauern. Bei Floatglas geschieht dies weniger intensiv und dauert bis zu 30 Stunden.

Diesem Umstand ist auch geschuldet, dass Kratzer erst Stunden oder Tagen nach der tatsächlichen Beschädigung sichtbar werden, so dass es nur schwer nachvollziehbar ist, wo die Ursachen für diese Kratzer liegen, denn direkt nach der Reinigung war ja noch nichts zu sehen.

Wenn auch Ihre Fenster sich wieder nach Durchblick sehnen: Wenden Sie sich gerne an uns – wir unterbreiten Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot:  fabian@wasserle.de