Die Chance in der Krise erkennen

Jede Krise, die uns zwingt, das Gewohnte hinter uns zu lassen und nach der so ziemlich alles anders ist als vorher, ist auch eine Gelegenheit für einen Neuanfang. Freilich ist so eine Situation mit großen Existenzängsten verbunden und bringt selbst den stabilsten Menschen aus der Fassung. So war das bei mir auch. Viele Nächte konnte ich nicht schlafen, habe gegrübelt, mir Maßnahmen überlegt, was im Moment erforderlich ist.

Ich bin zu folgender Erkenntnis gekommen: Das allerwichtigste ist, dass wir in dieser Zeit ganz besonders als Team zusammenstehen, zusammenhalten und weiterhin vertrauensvoll mit unseren Kunden zusammenarbeiten.

Mit jeder Kollegin und jedem Kollegen konnten wir eine passende Lösung für die aktuelle Situation finden. Manche brauchten Urlaub, um ihre Kinder zu Hause zu beschulen. Andere waren einverstanden, das Objekt zu wechseln oder ihre wöchentliche Arbeitszeit je nach Erfordernis zu erhöhen oder zu verringern. So war und ist es möglich zu reagieren, wenn jemand ausfällt, weil sie oder er in Quarantäne sind. In unserem Fall ist das Virus in einem Asylbewerberheim ausgebrochen und alle Bewohner durfen das Gebäude zwei Wochen nicht verlassen.

Auch mit unseren Auftraggebern konnten wir individuelle und für beide Seiten zufriedenstellende Lösungen finden.

Und ganz privat: Ein früheres Hobby von mir ist Kutsche fahren. Die beiden Ponys unserer Töchter stehen ohnehin im Garten, warum also nicht einspannen? Genau das habe ich in der frei gewordenen Zeit am Wochenende und frühlingshaften Abenden getan. Die Leinen lagen gleich wieder gut auf der Hand. Was ich beim Kutsche fahren alles über „Führung“ gelernt habe, lest Ihr in der nächsten Ausgabe der Wasserles Welt.