Digitalisierung – ein Zwischenstand

Als wir kürzlich in der Firma Kärcher, dem Weltmarktführer im Bereich der Reinigungstechnik, aus Winnenden zu Gast waren, durften wir gemeinsam einen Blick in die Zukunft unserer Branche wagen. Neben dem hoch-innovativen Fertigungsprozess der Reinigungsautomaten und modernster Herstellung von Kunststoffgehäusen, hatten wir im Anschluss eine Diskussion zum Thema Digitalisierung in der Gebäudereinigung. Kärcher geht hier zwei Wege: Zum einen gibt es eine Strategie für Reinigungsroboter und zum anderen ein aktives Flottenmanagement.

 

Das sogenannte Kärcher Fleet Programm ermöglicht es den Maschinen mittels eingebauter Simkarte mit uns als Firma aber auch den Kunden zu kommunizieren. Dabei erfahren wir zum einen wo die Maschine steht, wann und wie lange mit ihr gefahren wurde und zum anderen meldet uns die Maschine welchen Bedarf an Wartung sie hat. Dies verringert Stillstands Zeiten und erhöht die Qualität im Objekt. Spannend war zu erfahren, dass wir zu den rund 30 Unternehmen weltweit gehören, die sich in der Praxis mit der Thematik befassen. Mit dem Jahreswechsel konnten wir die Umstellung unserer Reinigungsautomaten auf Kärcher nahezu abschließen und erhalten nun wöchentlich aktuelle Reports die uns Aufschluss über den Zustand unserer Flotte geben.

Beim Thema sensorunterstützter Reinigung denken die Firma Kärcher und wir in die gleiche Richtung. Gemeinsam mit unserem Partner Greenbird statten wir Gebäude mit Sensoren aus, um durch die Bewegung im Raum einen Hinweis auf die Verschmutzung und den dadurch resultierenden Reinigungsbedarf zu bekommen. Die Herausforderung ist momentan für uns alle noch, die Kalkulationsbasis zu schaffen und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung auf Grundlage der verschiedenen Objekttypen hinzubekommen. Wir rechnen damit, nachdem wir momentan Daten in unserer eigenen Immobilie gewinnen und immer besser verstehen, was diese in Bezug auf den anfallenden Reinigungsbedarf bedeuten, im nächsten halben Jahr lieferfähig zu sein und einen ersten Kunden mit dem System auszustatten. Aus Sicht von Kärcher sind wir hier absolut führend.

 

 

Thomas L. Friedman beschreibt in seinem Buch: „Die Welt ist flach“ schon 2006 sehr anschaulich wie sich in vielen Bereichen die Globalisierung auf unser Leben auswirkt. Für mich wird das bei der Zusammenarbeit mit Firmen wie Kärcher (12.500 Mitarbeiter 2,5 Milliarden Euro Umsatz) und Greenbird, einem dynamisch wachsenden Startup, momentan sehr greifbar. Ich bin stolz darauf, mit unserem gesamten Team ein Teil dieses Fortschritts sein zu können und diesen aktiv mitzugestalten. Auf der Heimfahrt deuten wir den Titel des Buches neu: Die Welt ist flach und liegt uns zu Füßen. Gemeinsam mit unseren Partnern schauen wir, dass sie auch noch sauber bleibt. Wenn Sie sich zu dem Thema mit mir austauschen möchten, freue ich mich immer über eine E-Mail oder Anrufe. In diesem Sinne lade ich Sie ein: Lassen Sie uns aufbrechen in eine bessere Zukunft.