Familienalltag oder: das Leben im U-Boot

Ich hatte schon wieder vergessen, wie es sich mit einem kleinen Baby so lebt. Aber jetzt sind wir wieder mittendrin: Meine Anzüge muss ich vor dem klebrigen Frühstücks-Babybrei retten. Meine Breze teilen und mitansehen, wie sie malträtiert wird. Meine Schuhe muss ich suchen, weil sie vom Krabbelkind versteckt wurden. Wenn es blöd läuft, liegt auch noch ein fieser spitzer Legostein drin. Es freut mich ja, wenn der Junior so auf mich fixiert ist. Bedeutet aber auch, dass ich nicht in die Wohnung kommen kann, wenn ich es eilig habe. Denn das dauert. Schließlich möchte der kleine Mann bewundert werden – beim Turm bauen, Laufen lernen und Spielen. Übrigens: Sollte man einmal nicht klatschen, wenn der Franz etwas grandioses vollbracht hat, wird man drauf aufmerksam gemacht, durch heftiges Klatschen seinerseits. Fatal ist, wenn die großartige Tat das Zerstören des Legotechnik-Baggers der großen Kinder war. Kurzum: Die Tage funktionieren und es macht riesen Spaß!

 

Bei den Nächten haben Bianca und ich den Deal, dass sie diese übernimmt und sich dafür am Tag hinlegen kann, während ich die Bespaßung übernehme. Der besagte Vorgang bringt mich zu diesem Blogartikel: Am Sonntag wurde ich also sanft geweckt, es gäbe Frühstück, die Kinder sein auch schon wach und überhaupt wolle man in den Tag starten. Beim weiteren Nachfragen musste ich dann feststellen, dass einfach nur das Bett meinerseits geräumt werden sollte, damit es für die Dame des Hauses frei wird…. Schichtwechsel beim Schlafen also – wie im U-Boot.