Frauen – wahre Heldinnen Oder: ein Wunder der Natur

Kinder sind etwas Tolles. Bis sie auf eigenen Beinen laufen können und sich zu verständigen lernen, liegt eine anstrengende Zeit vor den Eltern. Damit meine ich beispielsweise die durchwachten Nächte, in denen das Baby durchs Haus getragen wird, aber auch die Zeit der Schwangerschaft. Deshalb gilt dieser Text allen werdenden Müttern, die dieser Zeit so wahnsinnig stark begegnen. Ich gebe zu, ich möchte nicht tauschen. Mir reicht es schon, wenn ich einen hartnäckigen Männerschnupfen habe…

Als wir noch nichts von unserem erneuten Babyglück wussten, waren wir im Urlaub – 10 Stunden Flug, Afrika, 35 Grad und 1000 Kilometer Road Trip vor uns. Als Bianca dann jede halbe Stunde um einen Halt bat, um sich zu übergeben, formte sich übrigens auch unsere freudige Vorahnung. Sie stieg aus, nahm Wasser und Taschentücher mit, schloss die Autotüre, wand sich diskret ab und kam lächelnd zurück (warum jammert sie nicht?)

Im Laufe der Zeit gab es immer wieder Situationen, auf Hochzeiten oder in denen es etwas zu feiern gab, in der ich ihr ein Glas Wein oder Sekt anbot, einfach, weil ich wieder nicht „dran“ gedacht habe. Sie lehnte dann lächelnd ab und meinte sie sei heute Fahrer (leidet sie nicht unter den Einschränkungen? Also mir würde es schwerfallen)

Über den Sommer und die heißen Temperaturen haben wir die Surfanlage gebaut. Wie immer war ich für den Rohbau zuständig und Bianca für die restliche Gestaltung. Ein Bau ist immer stressig: Handwerker koordinieren, LKW-weise Material bestellen und verteilen, x-mal zum Baumarkt fahren (Klimaanlage im Auto war derzeit auch noch defekt…) und vieles mehr. Versprechen musste sie mir nur, nicht schwer zu heben. Der Strandbereich ist wirklich genial geworden. Was ich nie gehört habe, war ein Klagen – wegen der Hitze, den Komplikationen oder dem Volumen an Arbeit.

Jetzt gegen Ende der 9 Monate sehe ich ab und zu, wie Bianca damit kämpft, ihre Schuhe zu binden, wie sie kurz verschnauft auf dem Weg in den 2. Stock, wie sie sich nachts herumwälzt und dazwischen 5-mal auf Toilette geht oder ihren ziehenden Rücken hält. Auch wie sie den großen Kindern liebevoll abschlägt, auf den Arm genommen zu werden oder im Europapark auf ihre geliebten Achterbahnen verzichtet. (Ich wäre unausstehlich aufgrund der ganzen Beschwerden)

Als Partner sind die Möglichkeiten, Abhilfe zu schaffen, leider recht begrenzt. Ich überrasche sie daher manchmal mit einem Blumenstrauß, einer Massage oder einem Restaurantbesuch.

Ich bewundere alle Frauen und meine Frau für ihre Stärke, diese Meisterleistung des weiblichen Körpers so mühelos aussehen zu lassen, obwohl es ein wirklich harter Ritt ist. Mein Respekt gilt allen werdenden Mamas, die dem Leben auch in diesem Umstand so positiv und mit einem Lächeln begegnen. Es macht sie außerdem bezaubernd und wunderschön!