Frei nach Hundertwasser(le)

Laut meiner Zielplanung 2016, über die ich hier bereits berichtet habe, steht dieses Jahr im Zeichen der Planung. Strategische Planung und auch die bauliche Planung für unser neues Bürogebäude, das wir in Kaufering errichten wollen. Wasserle ist bekanntlich alles andere als Gewöhnlich. Daher kommt auch der Wunsch, eine Nicht-standardisierte Immobilie zu schaffen. Unser Vorhaben ist deshalb viel mehr, Räumlichkeiten zu planen, die neben ihrer Zweckmäßigkeit auch optisch ansprechend und kreativitätsfördernd sind.

Von den Besten lernen

Einer der Grundsätze von meinem „Unternehmervater“ Jörg Knoblauch war immer: Lerne von den Besten. Schau dir ab, was andere gut machen – so muss das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden. Bei meinem Bauvorhaben habe ich mich daran erinnert und deshalb eine Besichtigung des Hundertwasserturms in Abensberg organisiert. Das Wasserle-Team lud die Verantwortlichen des Projekts ein: Architekt, Brandschutzbeauftragter und verschiedene Fachplaner. Gemeinsam auch mit Nachbarn der angrenzenden Grundstücke machten wir uns mit dem Omnibus auf dem Weg, um das Werk von Friedensreich Hundertwasser zu bestaunen und Impressionen und Ideen für unser eigenes Vorhaben mitzunehmen.

 

Von den Besten lernen II

Erste Station auf unserer Route war das Kletterzentrum Freimann bei München, welches eines der größten und modernsten Anlagen in ganz Europa darstellt. Hintergrund ist, dass wir derzeit in Zusammenarbeit mit dem DAV Varianten prüfen, wie auf dem genannten Grundstück in Kaufering zusätzlich eine Kletterhallle entstehen kann. Einen weiteren Termin konnten wir im Ingenieurbüro Gammel wahrnehmen. Das Unternehmen hat sich auf Energiekonzepte und Haustechnik für große Baukörper spezialisiert, was auch bei unserem Gebäude Anliegen und Herausforderung zugleich sein wird. Auch hier nahmen wir einige hilfreiche Erfahrungen und Anregungen mit und werden diese in unseren Überlegungen berücksichtigen.

 

In kreativer Umgebung arbeitet es sich kreativer

Das ist ein Zitat von Hundertwasser, über das ich noch lange nachgedacht habe. Inzwischen erscheint mir seine These logisch. Und Kreativität ist besonders in unserem Unternehmen Grundvoraussetzung, um weiterhin flexibel, innovativ und quer denken zu können. Der Hunderwasserturm charakterisiert sich dadurch, dass keine einzige gerade Wand, aber dafür viele Elemente aus der Natur, wie zum Beispiel Bäume, architektonisch umgesetzt wurden. Daneben – kaum übersehbar – kamen viele verschiedene Formen und nahezu die ganze Farbpalette zum Einsatz. Hundertwasser wurde deshalb auch „Meister Dunkelbunt“ genannt.

 

Von Hundertwasser zu Wasserle

Wir haben diesen Tag ganz bewusst genutzt, um Zeit und Muße zum kreativen Nachdenken zu finden. Die Besichtigung dieses Meisterwerks der außergewöhnlichen Kunst hat uns ermöglicht, auch einmal über starre Grenzen hinaus zu denken und Denkansätze mit einem Hang zum Verrückten zuzulassen. Natürlich ist dieses Objekt sehr extrem, aber wenn wir nur einen Bruchteil davon umsetzen, haben wir viel gewonnen. Die Rückfahrt konnten wir dazu nutzen, zu vereinbaren, wie die vorhandenen Skizzen unter Einfluss unserer neuen Eindrücke konkretisiert werden. Wir sind damit einen Schritt weiter und haben den Weg für ein erfolgreiches, gemeinsames Projekt geebnet.