Ganesti (Rumänien) und Kaufering – eine jahrelange Freundschaft

Es war einmal eine Kollegin, die mit ihrem Mann in Schondorf lebte und ursprünglich aus Rumänien kam. Bei einem Gespräch empfahl sie ein Pärchen, das noch im Heimatland lebt, aber gerne hier arbeiten und wohnen würde. Nachdem dies reibungslos funktioniert hat, gab es weitere Interessierte – alle aus dem Ort Ganesti. Allerdings brauchten alle auch Wohnraum hier in Deutschland. So fingen wir an, Werkswohnungen anzumieten.

Bald waren die Freundin, die Tante, die Schwester und der Cousin bei uns angestellt. Und dieser Vorgang multiplizierte sich über die letzten 6 Jahre, dass bis heute über 50 Kolleginnen und Kollegen hier waren oder immer noch leben und arbeiten, während ihr gemeinsamer Heimatort in Rumänien liegt.

So waren Markus und seine Familie auch über die letzten Jahre einige Male vor Ort, beispielsweise für Hochzeiten, wie auch diesen Monat. Insgesamt sind durch die Zusammenarbeit und auch die Besuche viele stabile Kontakte entstanden.

Auf dem Bild sehen Sie Pityu Szentgyörgyi und seine Familie, bei der Markus mit den Kindern Benedikt und Gabriel während des Besuchs gewohnt hat.

 

Die Familie Wasserle plante für diesen Besuch 3 Tage ein. So blieb auch Zeit, ehemaligen Kollegen und deren Familien zu besuchen. Wie Timea und Zsombor, die damals als erstes Pärchen in unserem Unternehmen angefangen haben. Auch eine Einladung zur Weinprobe war Teil des Programms. Bei strahlendem Sonnenschein und einer wunderbaren Atmosphäre im Weingut war das ein schöner Abschluss des Besuchs in Ganesti.

Aufgrund der langfristigen und hervorragenden Zusammenarbeit mit den Menschen von Ganesti, wollen wir als Unternehmen den Familien gerne etwas zurückgeben. Schon bei unserem ersten Besuch 2016 ist uns die marode Schule aufgefallen. Da sich bisher nichts verändert hat, bietet sich die Sanierung dieses Gebäudes an. Schließlich hat die Umgebung der Schulkinder einen direkten Einfluss auf die Lernqualität. Folgende Maßnahmen werden dabei von uns umgesetzt bzw. finanziert: Anschaffung und Verlegung neuer Böden, Reparatur der Wände und anschließende Farbgebung, sowie die Anschaffung funktionierender, einheitlicher, ergonomischer Möbel für die Kinder und Lehrer. Ebenfalls zur Ausstattung gehören für alle Klassenzimmer neue Tafeln und Whiteboards.

Der dortige Bürgermeister hat bereits seine Zustimmung für das Projekt gegeben und überlegt mit seinem Gremium zusätzlich noch, welche Arbeiten von uns und welche von der Gemeinde übernommen werden. Das Ganze soll nun im Winter 2019/2020 und wird von Pityu und John durchgeführt. Wir hoffen dabei auch auf Sachspenden von Schulen in Deutschland, da bei uns ja einige Schulen leer stehen. Spätestens im nächsten Sommer sollte die Schule dann in neuem Glanz erstrahlen.

Der nächste Schritt ist nun, dass ich eine erneute Reise nach Ganesti unternehme, um mit dem Bürgermeister einen Vertrag abzuschließen, der die Details des Projekts regelt. Fortsetzung folgt!