Ich kann sehr gut mit Veränderungen umgehen

Wenn Sie mein Umfeld, also meine Familie und mein Führungsteam fragen, welcher meiner Charakterzüge am ausgeprägtesten ist, werden sie einstimmig sagen: Neben meinen Eigenschaften im Bereich Führung, nämlich Zielstrebigkeit, Selbstsicherheit und Strategie, sind zusätzlich ganz stark ausgeprägt: Intuitivität und Spontanität, und manchmal auch radikal zu sein. Die befragten Personen würden übrigens auch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich an diese Momente erinnern, in denen ich sie mit meiner Spontanität geschockt habe.

 

Was sich verändert, das bleibt. Was bleibt ist die Veränderung.

Um dieses Zitat kommt man bei Überlegungen zum Thema Veränderungen und Bestand nicht herum. Sie werden zwar grundsätzlich den Satz, man brauche ja das Rad nicht neu erfinden, regelmäßig von mir hören. Wenn ich aber der Meinung bin, dasjenige passt jetzt nicht ganz genau zu meinem Bedarf, tue ich das in adaptierter Form doch. Frei nach dem Motto, was nicht passt, wird passend gemacht. In meiner Karrierenhistorie finden sich so viele notwendige Veränderungen, die das Unternehmen letzlich so erfolgreich gemacht haben, wie es ist.

 

Vom Tellerwäscher zum Millionär?

Nehmen wir allein schon die Entwicklung des Firmensitzes. In meinen Anfängen konnte ich das gesamte Unternehmen von meinem privaten Schreibtisch und PC aus steuern. Später lies ich neben meinem Wohnraus einen kleinen Bürotrakt errichten. Ein paar Jahre später stockte ich das Gebäude um die doppelte Quadratmeterzahl auf. Um dann nach einiger Zeit ein Büro in Martinsried anzumieten, Lagerflächen dazu zu nehmen und nach 3 Jahren noch ein größeres Büro zu mieten. Das gleiche gilt für vieles anderes, das sich aus der Entwicklung eine Unternehmens ergibt, das von Null weg gegründet wurde. Stellen Sie sich lieber nicht vor, wenn ich mit Veränderungen schlecht umgehen könnte. Ich bin mir sicher: die richtigen Veränderungen bringen den Erfolg.

 

Contra geben oder sich führen lassen?

Ich weiß, dass es mein Büroteam oft schwer mit mir hat. Es kann schon vorkommen, dass innerhalb weniger Stunden wieder einmal einige Schreibtische die Räume wechseln, die Sitzplätze getauscht wurden oder sich die gesamten Arbeitsplätze plötzlich auf einer anderen Etage befinden. Solche Aktionen kennen sie längst und nichts kann sie so schnell aus der Bahn werfen. Meine Codewörter wurden längst verstanden: Wenn ich mich selbst noch in einer Entscheidungsphase befinde, erwarte ich von meinen Teammitgliedern, dass sie mir ihre Meinung dazu sagen. Oft berücksichtigen sie Aspekte, die ich gar nicht sehe. Aber wenn mein Entschlss feststeht oder sogar schon vollzogen ist, kann ich mit den Worten: „bitte lass dich an dieser Stelle führen“ verdeutlichen, dass ich mir meiner Sache 100-prozentig sicher bin und auf die Kooperation aller angewiesen bin. Bis jetzt war diese Herangehensweise offensichtlich sehr erfolgreich und wird fortgeführt.

 

Die Rolle des Unternehmers: Adler sein

Auf einer Zeichnung, inVerbildlichung Gebäudereinigung München der alle Mitwirkenden der Firma bildlich auftauchen, wurde ich stehend auf dem Dach gemalt, mit einem Fernglas in der Hand und einem Frage- und einem Ausrufezeichen in der Denkblase. Unternehmertum bedeutet unter anderem nämlich tatsächlich, den Ist-Zustand permanent kritisch zu hinterfragen, Optimierungsmöglichkeiten zu finden, Kundenbedarfe zu erfüllen und auf Veränderungen im Markt zu reagieren.  Gerade deshalb ist mir der Austausch mit Unternehmerkollegen im „Sprinterclub“ so heilig und ist es mir auch wichtig, Impulse von außen zu bekommen, wie beispielsweise auf Fachmessen. Diese Eindrücke helfen mir dann wieder, meine eigene Firma aus der Adlerperspektive zu betrachten und Entwicklungspotentiale zu erkennen.