Handhygiene zu Ende gedacht

Nicht nur die richtige Technik beim Händewaschen ist entscheidend, sondern auch das richtige Abtrocken anschließend. Nachdem mehr als drei viertel aller Infektionen über die Hände übertragen werden, lohnt es sich, hier einmal genauer hinzusehen:
Regelmäßiges, ausführliches Händewaschen mit Seife sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Die Desinfektion kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Eine neue Erkenntnis vom RKI ist nun, welche Technik beim Abtrocknen von Vorteil ist: Die geringste Anzahl von Keimen verbleibt auf den Händen, wenn diese mit einem Einweg-Handtuchpapier abgetrocknet werden.

Nach dem Waschen verbleibt eine Restfeuchte von 6-8 Gramm auf den Händen. Ein 2-lagiges Papiertuch kann 16 Gramm Wasser aufsaugen. Ein Tuch genügt also pro Trockenvorgang. Die Spender sollten übrigens in hygienischem Edelstahl gehalten sein und regelmäßig gereinigt werden.

Im Gegensatz dazu sind Warmluftoder Jet-Luft-Trockner nicht zu empfehlen. Hier vermehren sich Bakterien sehr stark und werden insbesondere in alle Richtungen „geblasen“. Fazit: Beim Abwägen zwischen Stromkosten und Umwelt sollte die Hygiene immer an erster Stelle stehen und deshalb die Papierhandtücher bevorzugt werden.