Ist das Kunst oder kann das weg?

Wir haben schon an zahlreichen Audits, Unternehmensbefragungen und Wirtschaftspreisen teilgenommen. In vielen Bereichen, die dabei abgefragt werden, waren wir bisher aktiv.

Bei einer Frage, die uns aber immer wieder begegnet, hatten wir bisher nichts vorzuweisen: Welche Maßnahmen führt das Unternehmen zur Förderung von (regionaler) Kultur durch? Dieses Feld mussten wir immer leer lassen, da es beim besten Willen nichts gab, das nur annähernd mit Kultur zu tun hat. Bei der Verbindung von Kunst und Gebäudereinigung kam mir bisher immer der Fall einer Reinigungskraft in den Sinn, die in einem Museum ein Kunstobjekt im wahrsten Sinne des Wortes „weggeputzt“ hat.

Eine Steilvorlage, dies zu ändern, bot uns das Landsberger Tagblatt im September. Ich wurde gefragt, ob unser Unternehmen nicht Sponsor für den Kultur-Nachwuchspreis werden möchte. Dieser Preis wurde neu ins Leben gerufen und ist Teil der jährlichen „langen Kunstnacht“ in Landsberg. Malerei, Musik, Akrobatik und vieles mehr werden hier dargestellt. Ein wirklich beeindruckender Abend!

Besonders begeistert hat mich ein junger Mann, Markus Philipper aus Penzing, der mit seinen 19 Jahren Klavier spielt wie ein junger Gott. Auf der Bühne erzählte er, dass für seinen Erfolg ein gewisses Talent erforderlich war und stundenlanges üben – jeden Tag.

Gewonnen hat den von uns gesponserten Kultur-Nachwuchspreis die Gruppe „Randerscheinungen“ unter der Leitung von Emanuel Kasprovic. Die Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, für mehr Toleranz bei Andersartigkeit zu werben. In ihrem 15-minütigen Theaterstück ging es beispielsweise um Homosexualität, „proud to be GAY“. Ein selbst geschriebenes Stück, das auch selbst von der Gruppe inszeniert wurde und das Zeug zum großen Durchbruch hat. Wir drücken die Daumen und sind stolz darauf so eine Unterstützung für unsere regionalen Künstler geleistet zu haben.