Von der Suche der Nadel im Heuhaufen

Mitarbeiter und Wohnraum in München

 

Kürzlich durfte ich beim Tempus-Personalkongress in Filderstadt einen Impulsvortrag halten. Eingeladen waren alle Unternehmer, die

  • freie Stellen künftig nur noch mit Spitzenkräften besetzen wollen.
  • die Vordenker der Personal-Szene erleben möchten.
  • mit dem richtigen Team ihr Unternehmen krisenfest machen wollen.
  • Gleichgesinnte aus dem Unternehmer- und Personalbereich suchen.
  • an Theorien kein Interesse haben, sondern umsetzbare Ideen für Ihre Praxis suchen.

 

Zusammengefasst konnte ich den rund 700 Teilnehmern Folgendes vermitteln:

Die Gebäudereinigungsbranche arbeitet knapp über dem Mindestlohnsektor, mit einem Tarifstundenlohn von 10 Euro. Bei einer Arbeitslosigkeitsquote von nur 2,1 Prozent kann man erahnen, wie schwierig das Gewinnen und insbesondere das Halten von gutem Personal ist.

 

Deshalb sind unsere Führungskräfte und Objektleiter täglich gefordert, sich bestens um die Mitarbeiter zu kümmern – auch um Belange, die über das Arbeitsverhältnis hinausgehen.

Als wichtigstes Element sei hier die Schaffung von Wohnraum genannt. In München und Umgebung ist die Wohnungsnot bereits zu spüren. Zusätzlich fallen enorm hohe Kaltmieten, mit derzeit durchschnittlich 17 Euro pro Quadratmeter, an. Dazu kommen noch Kautionen und ggf. Ablöse für Küche und Möbel. In unserem Niedriglohnsektor erweist sich das für unsere Kolleginnen und Kollegen als sehr schwierig. Deshalb hat die Gebäudereinigung Wasserle aus München einige Werkswohnungen angeschafft und ich habe sogar mein Haus als Wohngemeinschaft für Mitarbeiter umgewandelt.

Ein weiterer wichtiger Schritt für unsere Kolleginnen und Kollegen aus 26 verschiedenen Nationen ist die Überwindung der Sprachbarriere. Unsere Lösung dafür ist ein kostenfreier Deutschkurs, in zwei verschiedenen Niveaus, den wir unserer Belegschaft anbieten.

Denn: unser oberstes Ziel ist, unserem gesamten Team zu ermöglichen, frei und selbst entschlossen, bei uns zu arbeiten.

 

Derzeit beschäftigen wir 250 Menschen. Unser Unternehmen wächst kontinuierlich weiter. Der entscheidende Engpass den wir haben, ist die Personalfindung. Durch die Gründung der „Kletterei“ und weitere Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität kommen wir unserem Ziel näher, 2025 rund 500 Mitmenschen einen angenehmen Arbeitsplatz bieten zu können.

Durch dieses Projekt hatten wir zahlreiche Presseberichte. Das Zitat der Deutschen Handwerkszeitung fand ich besonders treffend: „Wer hier arbeitet, erlebt ein lebendiges und modernes Unternehmen, an dem man auch teilhaben kann.“ Dabei spielt das Magazin auch auf unsere finanzielle Teilhabe an, wie unsere Mitarbeiter-Kapitalbeteiligung.

 

Dass unser Gesamtpaket Erfolg hat, zeigt beispielsweise unsere Fotoshooting-Aktion, bei der sich Mitarbeiter in ihrer Freizeit zu Werbezwecken fürs Unternehmen ablichten lassen und damit stolz für ihre Firma werben. Dies zeigt uns, dass wir unser Ziel erreicht haben: unsere Kolleginnen und Kollegen fühlen sich bei uns wohl.

 

Wer einen Teil meiner Rede sehen möchte, kann diesen Link anklicken.