Warum ich immer in Netzwerken denke

Geschickt angestellt, ist München ein Dorf. Gebäudereinigung Wasserle sorgt für ein stabiles Netzwerk

 

Schon als kleiner Junge wusste ich, dass ich später einmal eine eigene Firma haben möchte. Nicht nur Selbstständig sein, sondern ein Unternehmen entwickeln, in dem viele Menschen arbeiten, das war mein Ziel. Schon früh habe ich mich deshalb in politischen Gruppierungen engagiert und mich nach und nach Vereinigungen angeschlossen, die als Platzform zum Netzwerken entwickelt wurden. In der Region München sind das beispielsweise die IHK (Industrie- und Handelskammer), der BDS (Bund der Selbstständigen), WJ (Wirtschaftsjunioren) und ähnliche Plattformen. Bei den Treffen lernt man sich kennen und insbesondere lernt man voneinander. Dies ist es auch, was mir an Unternehmergruppen oder auch Businesstreffs genannt, gefällt: Eine feste Gruppe, die sich miteinander im Laufe der Jahre weiterentwickelt, wo man anderen mit eigenen Erfahrungen helfen kann und die Möglichkeit hat, andere um Rat zu fragen, bei Themen, in denen sie sich auskennen. Der Unterschied zu offenen Gruppen ist der, dass hier nur etwas mehr als Smalltalk betrieben werden kann. Viel besser gefällt mir, wenn es stabile Gruppen sind und man die Geschäftsmodelle der anderen Teilnehmer bereits kennt. Somit braucht man sich auch nicht jedes Mal aufs Neue vorstellen, sondern kann die Zeit nutzen, um am letzten Treffen anzuknüpfen. In diesem Format setzt sich jeder Teilnehmer individuelle Ziele und arbeitet diese verbindlich bis zum nächsten Mal ab. Das ist so wie Hausaufgaben machen…

 

Meistens ist die Schlagkraft einer Gruppe mehr als die Summe der Kraft aller Mitglieder zusammen

Ein Hausbau bei dem alles selber gemacht wird, ist daher nicht mein Stil. Mir gefällt die Zusammenarbeit der Experten verschiedener Gewerke. Zudem lernen die Menschen mehrere Jahre ihren Beruf und bringen in ihrem jeweiligen Beruf einen breiten Wissens- und Erfahrungsschatz mit. Gemeinsam vollbringt man dann etwas Grandioses in einer Qualität, die einer alleine nur schwer und mit viel Zeitaufwand hinbekommen würde. Gerade in meiner Rolle als Kreishandwerksmeister, der mich an die Handwerkskammer in München anbindet, ist mir die Vernetzung von Spezialisten besonders wichtig – es ist sogar meine primäre Aufgabe, Familienbetriebe des bodenständigen Handwerks untereinander zu vernetzten.

 

Wer einmal in meinem Netzwerk ist und mit dem ich gut zusammengearbeitet habe, der wird es vermutlich bleiben

Meine stabilen Kontakte, wie beispielsweise ein Handwerker, wird bei uns im privaten Bereich genauso einen Auftrag bekommen, wie wenn in der Filiale in Gilching etwas repariert werden soll, oder auch wenn es um eine Empfehlung für einen Kunden in München geht. Im Gegenzug wende ich mich auch immer wieder an meine Kontakte, für eine kurze Fragestellung oder verbinde sie mit einem dritten Akteur.

 

Mit den Jahren hat sich so ein tragfähiges Konstrukt in und um München herum aufgebaut, das das Leben erheblich erleichtert. Etwa muss ich nicht immer wieder neu überlegen oder recherchieren, an wen ich mich wegen aktueller Anliegen wenden muss, sondern weiß im Schlaf, wer mir helfen kann. Ebenso können sich meine Mitstreiter im Netzwerk zu jeder Zeit darauf verlassen, dass ich ebenso tatkräftig und schnell helfe oder empfehle. Dabei kann es gleichermaßen um Politik, Geschäftliches, Ehrenamt wie Elternbereit oder im Rahmen der Ausbildungsmesse sein.

In diesem Sinne möchte ich euch ermuntern, Aufgaben an andere weiterzugeben, die diese vielleicht besser als man selbst lösen kann und sich auch zur rechten Zeit in die Karten schauen lassen, damit das Umfeld sich dadurch entwickeln kann.