Zum Muttertag

Es braucht dafür keine Blumen und keine Pralinen. Die mit ganz viel Liebe gebastelten Geschenke der Kinder schon eher. Muttertag – eine gute Gelegenheit, Danke zu sagen!

 

Oft frage ich mich, wie macht meine Frau das? Der Wecker klingelt, sie springt ohne zu zögern aus dem Bett, macht sich fertig und weckt die Kinder liebevoll. Die Diskussionen darüber, ob man bei Regenwetter Ballerinas anzieht, führt sie auf echter Augenhöhe. Jeden Tag setzt sie sich erneut freundlich aber bestimmt durch, dass der Weg zur Schule mit dem Fahrrad, Roller oder zu Fuß bestritten wird –  nicht mit dem Auto. Ich würde viel früher aufgeben…

 

Den Vormittag über steht der Arbeitsalltag an, allerdings wird Bianca oft Teil meiner Spontanaktionen oder Ideen, die sofort umgesetzt werden müssen. Manchmal schaffe ich es nicht, einen Termin wahrzunehmen, dann rufe ich sie an und sie übernimmt.

 

Mittags geht es weiter: Essen kochen, Schulsachen erledigen, einzelne Kinder zum Sport, zum Musikunterricht oder zu Freunden bringen. Manchmal komme ich nach Hause und treffe meine Familie in ein Brettspiel vertieft an oder beim Puppen-Spielen an – meine Frau voller Inbrunst mitten drin. Ich könnte mich nicht so darauf einlassen.

 

 

Den Twist zwischen Geschwistern schlichtet sie scheinbar mühelos. Zwischendrin für 7 Personen einige Maschinen Wäsche waschen, trocknen, zusammenlegen, zurück in die Schränke räumen. Bestimmt rufen noch einige Geschäftskontakte an oder die Kollegen unten brauchen Hilfe. Gleichzeitig ist die Wohnung immer so, dass wir jederzeit jemanden empfangen können und er denkt, wir hätten für ihn aufgeräumt.

 

Das erinnert mich an eine Situation: Ich war auf Geschäftsreise und Bianca war mit den Kids daheim und hatte eine ziemliche Erkältung. Als ich abends heimkam, hatte sie sich eine Matratze und ihre Bettdecke ins Wohnzimmer gelegt, die Kinder spielten drum herum ruhig. Aber das heftige daran war, es hat kein Zentimeter mehr vom Boden rausgeschaut. Ich dachte, ich seh nicht richtig. Beim Aufräumen habe ich gerne geholfen. Diese Mengen fallen jeden Tag an, nur werden sie halt im Normalfall aufgeräumt. Was für eine Leistung.

 

Abends, wenn vorgelesen wurde, Rücken gekrault und gekuschelt, sowie alle 5 Gute-Nacht-Küsse verteilt worden sind, kommt diese Frau dann lächelnd aus dem Kinderzimmer und fragt, wie wir den Abend verbringen wollen. Wie macht sie das nur??

Ich bin wirklich stolz auf Dich und sage stellvertretend an alle Mütter „Danke“ für Alles.