Zwei mich prägende Bücher – Teil 2 –

„Fish“

Mary Jane nahm die Beförderung zur Abteilungsleiterin an. Sie war sich bewusst, welch schlechter Ruf von dieser Abteilung, die den Spitznamen „Giftmülldeponie“ hatte, ausging und stellte bald fest, dass dies zu Recht so war. Sie erwischte Angestellte dabei, dass das Telefonkabel bei zu häufigem Klingeln aus der Wand gezogen wurde. Keiner kam pünktlich zum Dienst und Akten wurden „versehentlich“ in den Papierkorb gelegt.

Bald bekam Mary Jane einen Anruf ihres Chefs, es müsse sich was ändern oder es gäbe einen Personalwechsel. Ab diesem Moment hatte sie Angst um ihren Job und es war keine Lösung in Sicht. Mary Jane wusste nicht, was sie unternehmen sollte, es musste aber dringend etwas passieren…

Wie jeden Mittag ging Mary Jane zur Mittagspause aus dem Haus und kam am weltberühmten Pike Place Fischmarkt vorbei und beobachtete die Männer die sichtlich Spaß an ihrer Arbeit hatten und hoch motiviert waren. Sie unterhielt sich mit einem Mitarbeiter des Fischmarktes, Lonny, über ihr Problem der unmotivierten Mitarbeiter und er beschrieb ihr einen typischen Tag auf dem Fischmarkt. Sie musste feststellen, dass Fische verkaufen nicht gerade ein Traumberuf war. Was den Enthusiasmus der Arbeiter noch beeindruckender erschien. Da hatten die beiden eine Gemeinsamkeit. Vieles, was täglich gemacht werden muss, ist nüchterne und monotone Routinearbeit.

Den Job mit Energie füllen

Gut, wenn wir akzeptieren können, dass jeder Job irgendwann langweilig sein kann, aber man auch jeden Job mit Energie füllen und mit Enthusiasmus ausüben kann. Mary Jane zog ihr Notitzbuch aus der Tasche und schrieb: Man hat immer die Wahl, wie man seine Arbeit machen will, auch wenn man sich einzelne Tätigkeiten nicht aussuchen kann.

Erfolg durch die richtige persönliche Einstellung

Sie beschließt die Tipps anzuwenden und auszuprobieren. Sie beruft eine Sitzung mit all ihren Mitarbeitern ein und das Team beschließt, dass jeder seine Einstellung selbst wählen kann. Es dauert eine sehr lange Zeit bis bei jedem das Vertrauen zu Mary Jane und zu sich da war. Und dann plötzlich ging ein Ruck durch die Abteilung und alle gehen seither mit ganzem Herzen, Spaß und motiviert an die Arbeit.

 

Auch dieses Buch spricht mir aus der Seele. Hier wurde das Thema „innere Haltung“ wie bereits angekündigt, mit einer ganz anderen Herangehensweise behandelt und ist leichtere Kost, als Viktor Frankl. Auch hier habe ich den Familien-Test gemacht: Die Frage, ob die Kinderzimmer aufgeräumt werden müssen, stellt sich nicht, sondern nur wie.

Gesagt, getan: Wir haben uns entschieden, dass uns aufräumen Spaß macht und hören seit dem dabei Stimmungslieder zum Mitsingen wie zum Beispiel das Fliegerlied – Sie erinnern sich: „heid is so a scheena dog – lalalalala“. Da läuft die Aktion immer wie geschmiert und schee is a no.